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Reisehinweise Papua-Neuguinea
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Letzte Aktualisierung: 19.04.2012 Unverändert gültig: |
Diese Reisehinweise entsprechen der aktuellen Lagebeurteilung des EDA. Sie werden laufend überprüft und bei Bedarf angepasst. |
Für den Juni 2012 sind Parlamentswahlen geplant. Die Sicherheitslage ist gespannt und Unruhen sind möglich. Befolgen Sie die Anweisungen der lokalen Behörden, und schenken Sie Ihrer persönlichen Sicherheit die grösste Aufmerksamkeit.
Reisen nach Papua-Neuguinea sind mit Risiken verbunden.
Die politische Lage hat sich Mitte Dezember 2011 verschärft; zwei Personen beanspruchen das Amt des Premierministers für sich. Am 26. Januar 2012 erfolgte in der Hauptstadt Port Moresby ein Putschversuch.
Viele Stammesgruppen lebten bis vor kurzem isoliert und waren teilweise verfeindet. Ihr Zusammentreffen in einem modernen Staat ist mit sozialen und politischen Schwierigkeiten verbunden. Die Kriminalitätsrate ist sehr hoch.
Informieren Sie sich deshalb vor und während der Reise in den Medien und bei Ihrer Reiseagentur über die aktuelle Sicherheitslage in Ihrem Zielgebiet. Meiden Sie Demonstrationen jeder Art, denn diese können in Ausschreitungen ausarten.
Bei der Beschreibung von Gefahrenzonen handelt es sich um ungefähre Angaben; Risiken lassen sich nicht auf exakt umrissene Gebiete einschränken.
Bougainville: Reisende müssen der Provinzverwaltung von Bougainville ihre Reisepläne im Voraus unterbreiten, und sich bei Ankunft auf der Insel melden: Tel. 00675 973 97 98.
Obschon am 01. Juni 2001 ein Friedensabkommen zwischen der Regierung und den Unabhängigkeitskämpfern unterzeichnet wurde, ist nach wie vor bei Reisen auf die Insel Bougainville Vorsicht geboten. Die Rebellen verfügen immer noch über beachtlichen Einfluss in Zentral-Bougainville, wo sich die (stillgelegte) Panguna-Kupfermine befindet. Ausländer sind dort nicht erwünscht und sollten dieses Gebiet daher meiden.
Buin: Von Reisen nach Buin, im Süden der Insel, wird wegen weiterhin bestehender Spannungen abgeraten.
Hochlandprovinzen: In den Hochlandprovinzen kommt es sporadisch zu Stammeskämpfen. Auch sind dort immer wieder bewaffnete Banden aktiv.
Fehlende Arbeitsmöglichkeiten und das Verschwinden traditioneller sozialer Strukturen haben zu einer drastischen Zunahme der Kriminalität geführt. Die häufigsten Verbrechen sind bewaffnete Raubüberfälle, Auto- und Entreissdiebstähle, Einbrüche und Vergewaltigungen. In Port Moresby, Mt. Hagen und Lae ist die Verbrechensrate bedeutend höher als in ländlichen Gegenden und auf einigen Inseln. Aber auch die wichtigsten Überlandstrassen sind vor Wegelagerern nicht sicher. Es werden unter anderem folgende Vorsichtsmassnahmen empfohlen:
- Tragen Sie keine Wertgegenstände (Uhren, Schmuck usw.) und nur wenig Geld auf sich.
- Halten Sie die Autotüren stets verriegelt und die Fenster geschlossen. Seien Sie auf der Hut, wenn Sie aus dem Auto aussteigen.
- Meiden Sie Quartiere mit zweifelhaftem Ruf und verzichten Sie in den grösseren Städten auf Spaziergänge. Erkundigen Sie sich an Ihren jeweiligen Aufenthaltsorten bei Bekannten, Geschäftspartnern oder im Hotel über die lokalen Gegebenheiten und welche Quartiere als sicher gelten. Gehen Sie nachts überhaupt nicht aus.
- Benützen Sie möglichst keine öffentlichen Verkehrsmittel. Für Reisen ins Landesinnere ist das Flugzeug vorzuziehen.
- Reisen Sie vorzugsweise in Gruppen und lassen Sie sich von einem versierten Reiseleiter begleiten, der mit den lokalen Gegebenheiten vertraut ist.
- Leisten Sie bei einem Überfall keinen Widerstand, denn die Gewaltbereitschaft ist hoch.
- Frauen wird empfohlen, bedeckende Kleidung zu tragen, einsame Orte (Strände, Geschäftshäuser nach Büroschluss etc.) zu meiden und auf alle Fälle begleitet zu reisen.
- Geschäftsleute sollten sich vorzugsweise von ihren Geschäftspartnern begleiten lassen.
Ausserhalb von Port Moresby ist der Strassenzustand meist schlecht. Neben der Gefahr von Überfällen besteht auch ein erhebliches Unfallrisiko. Bei Unfällen mit Verletzten müssen Repressalien/Vergeltungsmassnahmen der Bevölkerung befürchtet werden. Es ist deshalb ratsam, nach Möglichkeit weiterzufahren und sich beim nächsten Polizeiposten zu melden. Von nächtlichen Überlandfahrten wird abgeraten.
Gleichgeschlechtliche Handlungen sind verboten. Vergehen gegen das Betäubungsmittelgesetz werden bei jeder Art von Drogen hart bestraft. Die Haftbedingungen sind sehr prekär.
Die Bevölkerung Papua-Neuguineas setzt sich aus über 800 verschiedenen ethnischen Gruppen mit eigenen Sprachen und Bräuchen zusammen. Zahlreiche Traditionen sind erhalten geblieben und die neuen Gesellschaftsformen, mit denen sich die Bevölkerung zunehmend konfrontiert sieht, werden oft als wesensfremd empfunden. Es ist deshalb umso wichtiger, dass Besucher die lokalen Sitten und Gepflogenheiten respektieren und zurückhaltend auftreten.
Papua-Neuguinea liegt in einer Erdbebenzone und zählt mehrere aktive Vulkane. Erdbeben und Vulkanausbrüche können ausser Verwüstungen auf dem Land auch Tsunami auslösen. Es kommt vor, dass flache Inseln ganz davon überschwemmt werden.
Sollte sich während Ihres Aufenthalts eine Naturkatastrophe ereignen, melden Sie sich möglichst rasch bei Ihren Angehörigen und befolgen Sie die Anweisungen der Behörden.
Die medizinische Grundversorgung ist nicht in jedem Fall gewährleistet. Eigenes Verbandsmaterial und Wegwerfspritzen können sich als nützlich erweisen. Ernsthafte Erkrankungen und Verletzungen müssen im Ausland behandelt werden, z.B. in Australien. Es empfiehlt sich deshalb, sicherheitshalber vor der Abreise auch ein australisches Touristenvisum einzuholen.Wenn Sie auf bestimmte Medikamente angewiesen sind, sollte Ihre Reiseapotheke einen ausreichenden Vorrat enthalten. Bedenken Sie jedoch: In vielen Ländern gelten besondere Vorschriften für die Mitnahme von betäubungsmittelhaltigen Medikamenten (z.B. Methadon) und Substanzen, mit denen psychische Erkrankungen behandelt werden. Erkundigen Sie sich gegebenenfalls vor der Abreise direkt bei der zuständigen ausländischen Vertretung (Botschaft oder Konsulat) und konsultieren Sie die Rubrik Reiselinks, wo Sie unter anderem weitere Informationen zu diesem Thema sowie generell zur Reisemedizin finden.
Neben anderen (Tropen-)Krankheiten tritt auch Tuberkulose auf.
Um zu verhindern, dass Krankheitserreger eingeschleppt werden, sind die Einfuhrbestimmungen und –kontrollen sehr streng, insbesondere für Lebensmittel sowie für tierische und pflanzliche Produkte. Auskunft erteilt die Botschaft von Papua-Neuguinea in Belgien.
Schweizerische Vertretungen im Ausland: Wenn Sie im Ausland in eine Notlage geraten, können Sie sich an die nächste schweizerische Vertretung wenden.
Schweizerische Vertretungen im Ausland
Ausländische Vertretungen in der Schweiz: Es gibt keine Vertretung von Papua-Neuguinea in der Schweiz. Auskunft über die Einreisevorschriften (zugelassene Ausweise, Visum etc.) erteilt die Botschaft von Papua-Neuguinea in Belgien. Sie informiert auch über die Zollbestimmungen für die Ein- und Ausfuhr von Tieren und Waren: elektronische Geräte, Souvenirs, Medikamente etc.: Avenue Tervueren 430, B-1150 Brüssel, Tel. 0032-2-7790609. Für Visa siehe auch
australisches Generalkonsulat in Genf
Ausschluss der Haftung
Beachten Sie auch die zusätzlichen, allgemein gültigen Reise-Informationen; sie sind Bestandteil dieser Reisehinweise.
Die Reisehinweise des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA) stützen sich auf eigene, als vertrauenswürdig eingeschätzte Informationsquellen. Sie verstehen sich als nützliche Hinweise zur sorgfältigen Planung einer Reise. Das EDA kann Reisenden aber den Entscheid und die Verantwortung für die Vorbereitung und Durchführung der Reise nicht abnehmen.
Gefahrensituationen sind oft nicht vorhersehbar, unübersichtlich und können sich rasch ändern. Das EDA übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit der Reisehinweise und lehnt jede Haftung für allfällige Schäden im Zusammenhang mit einer Reise ab. Forderungen im Zusammenhang mit der Annullierung einer Reise sind direkt beim Reisebüro oder der Reiseversicherung geltend zu machen.


